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Die Lederhose für die Dame

Die Lederhose fand ihren Ursprung im Mittelalter in den mitteleuropäischen Alpenregionen. Dort wurde sie, als Teil der Tracht, von den Monarchen eingeführt, um die Bevölkerung von der Prunksucht fernzuhalten. Die Tracht war eine Art Uniform, die alle Menschen öffentlich erkennbar einer Gesellschaftsschicht zuordnen sollte. Sie wurde besonders zur Arbeit auf dem Feld oder im Wald getragen. Doch gerade erlebt die Lederhose ihre Wiedergeburt. Wo sie bislang eher im Museum oder in Trachtenvereinen zu sehen war, ist sie inzwischen zu einem Bestandteil der Modebranche emporgestiegen. Das resultiert aus dem immer größer werdenden Interesse der Menschen am Oktoberfest, welches jährlich zelebriert wird. Die Menschen wollen sich auf dem Herbstfest traditionell kleiden und dennoch schick aussehen. Daher ist das Designen von Trachtenmode ein sehr aktuelles Thema. Vielen Leuten macht es Spaß, ihre Herkunft und Identität durch ein Dirndl oder eine Lederhose auszudrücken und dennoch im Trend zu liegen.

Da die Mode inzwischen auch bei den traditionellen Bekleidungen eine so wichtige Rolle spielt, ist es auch längst nicht mehr allein den Männern erlaubt, eine Lederhose zu tragen. Die Modewelt gönnt es auch den Frauen, sich eine bequeme Hose anzuziehen und damit auf dem Oktoberfest zu glänzen. Besonders sportliche Frauen, die sich emanzipieren wollen, fühlen sich im Dirndl nicht wohl, da es ihnen zu mädchenhaft ist. Sie wollen nicht süß aussehen, sondern in einer engen, schicken Lederhose überzeugen. Die Lederhose umspielt schöne Frauenbeine gekonnt und erzeugt ein starkes Bild der Frau. Das Bild einer Frau, die sich nicht reinreden lässt, sondern ihr eigenes Ding durchzieht. Zudem ist die Lederhose sehr gut kombinierbar mit Blusen, Damenhemden und tollem Schmuck. Eine Frau in Lederhose muss nicht maskulin wirken. Im Gegenteil: Die Lederhose für Damen zeigt das Bild einer modernen Frau, die weiß, was sie will. Sie verbindet Tradition und Gegenwart.